Dittus, et al. haben ein Review im Jahre

Dittus, et al. haben ein Review im Jahre 2017
veröffentlicht, wo sie die Wirksamkeit des Trainings als Intervention bei
Patienten mit fortgeschrittenen Krebsformen anhand publizierten Studien
untersuchten. Ihr Ziel war es, die Charakteristika und Vorteile von körperlichen
Aktivitäten bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs zu identifizieren, wobei
der Schwerpunkt auf der Beurteilung der aeroben Fitness, der Kraft, der
körperlichen Funktion, der Fatigue und der Lebensqualität lag. Wenn verfügbar,
untersuchten die Autoren zusätzlich die Durchführbarkeit von Trainingsmaßnahmen
für diese Population. Für diesen Zweck wurden Studien in den Datenbanken Ovid
Medline, CINAHL und Pubmed gesucht, die zwischen 2004 und März 2017 publiziert
wurden. Die Suchbegriffe waren: advanced or metastatic, cancer or neoplasm and
exercise or physical activity sowie die folgenden Einschlusskriterien: englischsprachige
Artikel, randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), einarmige Prä- / Post-Interventions-Studien,
pragmatische Studien sowie prospektive Kohorten-Studie. Die Autoren schlossen
zudem Studien ein, in denen eine Intervention mit einer Bewegungskomponente
getestet wurde und bei der mindestens ein Drittel der Stichprobenpopulation Krebs
im fortgeschrittenen Stadium aufwies. Outcomes waren Parameter der körperlichen
Leistungsfähigkeit einschließlich aerobe Fitness, Kraft und Standardmaße der
körperlichen Funktion als Fatigue.

Daher wurden insgesamt 26 Artikel ausgewählt, die die Einschlusskriterien
erfüllten. Die Tabelle (im Anhang S. xv bis xii), enthält alle Informationen,
die dem systematischen Review von Dittus K.L. et al 2017 zu entnehmen waren.

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Zusammenfassend zeigten Studien, bei denen die aerobe
Kapazität vor und nach einer Trainingsintervention gemessen wurde, bei 73,7% der
Studien (14 von 19 Studien) eine signifikante Verbesserung, während 26,3% (5
von 19) keine Veränderung zeigten. Bei Studien, bei denen die Kraft gemessen
wurde, erhöhte sich die Kraft nach der Intervention in 11 von 12 Studien
(91,7%) signifikant. 100% der Studien zeigten eine gewisse Steigerung der
körperlichen Funktion, obwohl die Ergebnismaße sehr unterschiedlich waren. Was
die Ergebnisse über die Fatigue betrifft, konnte in RCT-Studien eine Minderung
der Fatigue in der interventionsgruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe nicht
eindeutig identifiziert werden. Aber es wurden jedoch innerhalb der
Interventionsgruppe überwiegend deutliche Minderung der Fatigue nach der
Intervention festgestellt. Neunzehn Studien (n = 9 RCTs und n = 10 einarmige
Studien) untersuchten die Vorteile von Bewegung zur Verbesserung der
Lebensqualität bei Personen mit fortgeschrittenem Krebs. Insgesamt 10 Studien
(52,6%) identifizierten eine Steigerung der Lebensqualität, während 9 (47,4%)
keine identifizierten. Dies kann damit zusammenhängen, dass die Anzahl der
Teilnehmer bei den 10 Studien höher war und deshalb das Ergebnis deutlicher war.

Der Prozentsatz der Personen, die an den überprüften Studien
bis zum Ende teilnahmen, lag zwischen 26 und 86% (durchschnittlich 49%). Laut
Dittus et al. scheinen Patienten mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium ein
unterschiedliches Interesse und Bedürfnis an sportbezogenen Interventionen zu
haben. Die Programmevaluationen meldeten den höchsten Rückgang bei 30 bis 61%.
Die Adhärenz an der Trainingsintervention, die mit Hilfe der Teilnahme an
Training-Sitzungen beurteilt wurde, variierte von 65% bis 95% in den 12
Studien, die Adhärenz berichteten.